Trendthema Laminat

Der unkomplizierte Dauerbrenner unter den Bodenbelägen

Unkompliziert, einfach zu verlegen, pflegeleicht, aber trotzdem robust: Mit Laminatboden bekommt ihr einen echten Alleskönner! Laminat könnt ihr in fast jedem Wohnraum einsetzen: Im Wohnzimmer, im Arbeitszimmer, im Schlaf- oder Kinderzimmer passt Laminat optimal, spezielles Feuchtraum-Laminat macht sogar die Verlegung im Badezimmer möglich. Durch die große Auswahl an unterschiedlichen Oberflächen gibt es für jeden Geschmack den passenden Laminatboden: Egal, ob ihr einen zeitlosen Klassiker oder den aktuellen Trend-Look sucht.

So ist Laminat aufgebaut:

Laminat besteht aus mehreren Schichten. Jede Schicht trägt dazu bei, dass Laminat so funktioniert, wie es soll. Die Schichten werden durch Harz, Druck und Hitze miteinander verbunden, so dass eine zusammengehörige Diele entsteht.

Die erste und damit oberste Schicht eines Laminatbodens ist das Overlay. Dabei handelt es sich um transparente Zellulosebahnen, die mit Kunstharz behandelt wurden. Diese schützen die Laminatoberfläche und sorgen dafür, dass euer Boden strapazierfähig, robust und kratzfest ist.

Ohne Dekorschicht wäre euer Laminatboden nichts. Die bedruckten Dekorpapiere entscheiden über die Optik eures Bodenbelags. Overlay und Dekorschicht werden mit Hitze und Druck auf die Oberseite der Trägerplatte gepresst.

Der Hauptbestandteil jedes Laminatbodens ist die Trägerplatte aus HDF (kurz für high-density fiberboard). Das Material besteht aus Holzfasern und wird auch als hochdichte Faserplatte oder Holzwerkstoff bezeichnet. Durch die homogene Struktur und die geschlossene Oberfläche sorgt die Platte für nötige Stabilität.

Auf der Rückseite der Laminatdiele befindet sich der Gegenzug bestehend aus harzimprägniertem Papier. Er sorgt als Spannungsausgleich dafür, dass die Form des Laminats stabil bleibt.

Einige Laminatböden haben unterhalb der vier Grundschichten noch eine integrierte Geh- und Trittschalldämmung. Sie dämmt Schrittgeräusche sowohl in eurem Wohnraum als auch im Stockwerk darunter. Tipp: Sollte euer Laminatboden keine Dämmung haben, verlegt selbst eine Dämmschicht unterhalb des Bodens. Laminat alleine hat wenig bis gar keine Dämmwirkung.

Das kann Laminat:

Die Vorteile im Überblick: 

  • Laminat könnt ihr im Vergleich zu Parkett mit ein bisschen Geschick selbst verlegen – meist mit einem einfachen Klicksystem.
  • Durch die Dekorschicht, die die Optik des Bodens definiert, habt ihr eine große Auswahl an unterschiedlichen Designs: Eichen-, Teak-, Buchenoptik, mit oder ohne Struktur, 3-Stab-Optik oder Landhausdiele,… alles ist möglich!
  • Laminat ist unkompliziert: Ölen oder abschleifen sind nicht nötig. Saugen und gelegentlich feucht wischen reichen völlig aus.
    Achtung: Viele Hersteller haben zusätzlich eigene Pflegehinweise. Beachtet diese unbedingt, um Schäden zu vermeiden!
  • Eiskalte Füße sind Geschichte: Unter Laminat könnt ihr problemlos eine Fußbodenheizung verlegen. - Laminatboden macht einiges mit: Je nach Beanspruchungsklasse können ihm sogar scharfe Krallen von der Katze nichts anhaben.
  • Holzoptik im Bad – das geht: Spezielles Feuchtraum-Laminat ist wasserfest und damit auch im Badezimmer einsetzbar.

Ist Laminat gleich Laminat?

Nein, denn Laminat wird in verschiedene Beanspruchungs- bzw. Nutzungsklassen eingeteilt. 

Je nach Klasse ist der Bodenbelag robuster und widerstandsfähiger und deshalb zum Beispiel besser für stärkere Beanspruchung geeignet. In folgende Bereiche wird unterschieden:

  • Nutzungsklasse 21 bis 23: Ausschließlich für die Verwendung im privaten Bereich geeignet.
  • Nutzungklasse 31 bis 33: Verwendung im öffentlichen und gewerblichen Bereich möglich.

Je höher die zweite Zahl, desto besser ist das Laminat für eine höhere Nutzung geeignet.

Kinderleichtes Verlegen

So einfach geht's:

Laminat wird in der Regel schwimmend verlegt. Was heißt das?
Die Dielen werden nicht mit dem Untergrund verbunden, stattdessen werden sie meist per Klick-System zusammengesteckt und ohne Befestigung verlegt.

Der große Vorteil dabei: Schwimmende Verlegung geht schnell und einfach. Und sollte der Boden doch wieder entfernt werden müssen, geht auch das ruckzuck.

Vorab gilt: Es gibt von Hersteller zu Hersteller meist noch individuelle Verlegehinweise, die ihr unbedingt beachten solltet. Gerade, was das Verbinden der Dielen angeht, gibt es hier verschiedene Techniken.

  • Wichtiger Tipp vorm Start: Damit euer Boden sich akklimatisieren kann, solltet ihr ihn noch in der Verpackung 48 Stunden waagerecht in der Mitte eures Raums ruhen lassen. So vermeidet ihr spätere Bodenwellen oder unschöne Kanten.
  • Bevor ihr die ersten Laminatdielen anbringt, überlegt euch außerdem die Verlegerichtung. Als Faustregel gilt: Orientiert euch am Lichteinfall und richtet die Dielen danach aus, um den Raum größer wirken zu lassen. Strecken könnt ihr euren Raum auch, indem ihr das Laminat parallel zur längeren Wand verlegt.
  • Messt aus, wie viele Dielenreihen ihr benötigt. Wird die letzte Reihe zu dünn, verschmälert die erste und die letzte Reihe und gleicht den Unterschied so aus. Das sorgt für ein harmonisches Gesamtbild.
  • Vor dem Start säubert euren Untergrund gründlich. Er sollte trocken, fett- und staubfrei sein. Unebenheiten solltet ihr, bevor ihr loslegt, mit Nivelliermasse beseitigen.
  • Um zu verhindern, dass sich euer Boden verzieht oder aufquillt, solltet ihr besonders bei mineralischen Untergründen wie Estrich oder Beton eine Dampfsperre anbringen. So schützt ihr euer Laminat vor Feuchtigkeit. Tipp: Wer auch eine Trittschalldämmung anbringen möchte, kann beides kombinieren. Manche Dämmungen haben die Dampfbremsfolie bereits integriert.
  • Ist der Boden geebnet und trocken, könnt ihr die Trittschalldämmung verlegen. Da Laminat selbst Trittschall sehr stark überträgt, ist ein dickeres Material empfehlenswert – beispielsweise Schwerschaum oder Naturfaserplatten.
  • An den Dielen für die erste Laminatreihe entfernt ihr die Federn und positioniert sie mit der Federseite zur Wand. Wichtig dabei: Auch nach Akklimatisierung und mit Schutz vor Feuchtigkeit kann sich euer Laminat im Laufe der Zeit ausdehnen oder wieder zusammenziehen. Denn Holz ist ein Naturmaterial, das auf Temperatur reagiert. Plant deshalb an den Rändern zur Wand einen Dehnungsabstand von etwa 10 Millimetern ein.
  • Die letzte Laminatdiele in der ersten Reihe müsst ihr in der Regel zuschneiden, um die Reihe abzuschließen. Dreht sie dazu mit der Oberseite nach unten und markiert, wo ihr die Diele kürzen müsst.
  • Wenn das Reststück eurer ersten Dielenreihe noch über 30 cm lang ist, könnt ihr es direkt für die nächste Reihe verwenden. Diese Technik könnt ihr im ganzen Verlegeprozess anwenden. Achtet dabei darauf, dass ihr etwa 30 cm Versatz habt. Das bedeutet, die Fuge aus der ersten Reihe sollte mindestens 30 cm von der Fuge in der nächsten Reihe entfernt sein. Dadurch erzeugt ihr ein natürliches Verlegemuster.
  • Klickt nun eure Dielen ineinander. Je nach System müsst ihr die Dielen dann noch mit Hammer und Schlagklotz versiegeln oder einrasten lassen. o Habt ihr alle Reihen verlegt, fehlen nur noch die Sockelleisten und schon seid ihr fertig!

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